Rosa-Luxemburg-Club Essen lädt ein zur Diskussions-Veranstaltung
Antonia Kühn DGB-Bildungsreferentin und Cornelia Swillus-Knöchel frauenpolitische Sprecherin der LINKEN NRW, Sprecherin BAG LISA
4. Mai 2011, 19.00 Uhr
Zeche Carl, Nieswandtallee 100, 45326 Essen
Vom DGB-Index für gute Arbeit zur
4 in 1 Perspektive
“Gut ist eine Arbeit, die den Ansprüchen der Beschäftigten gerecht wird” – so beginnt die Internetpräsenz für den DGB- Index für gute Arbeit. Weiter heißt es: „Arbeit, gesellschaftlich gesehen eine Lebensnotwendigkeit, ist so zu organisieren, dass sie von den Arbeitenden nicht vorwiegend als Last empfunden wird, sondern als Quelle des Wohlbefindens, der Persönlichkeitsbildung und eines erhöhten Selbstwertgefühls fungiert.” – Die Feministinnen in der LINKEN gehen weiter: Mit der Utopie von Frauen, die eine Utopie für alle ist – der 4 in 1 Perspektive, die neben der Erwerbsarbeit, von der hier die Rede ist, auch die Reproduktionsarbeit als Lebensnotwendigkeit für beide Geschlechter sieht
Wie beurteilen Frauen und Männer die Qualität ihrer Arbeit?
Seit 2007 wird mit dem DGB-Index Gute Arbeit einmal jährlich bundesweit die Arbeitsqualität gemessen. Maßgeblich ist ausschließlich das Urteil der Arbeitnehmer-innen und Arbeitnehmer. Dabei bewerten Frauen ihre Arbeit regelmäßig schlechter als Männer. Besonders schlecht schneiden alle Aspekte der Work-Life-Balance ab, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird nach wie vor als schwierig erlebt. Aber auch junge Frauen vor der Familien-phase bewerten ihre Ausbil-dungsbedingungen schlechter als junge Männer.
Antonia Kühn vom DGB NRW stellt zentrale Ergebnisse aus dem DGB Index Gute Arbeit und dem DGB-Ausbildungsreport vor.
Die „4 in 1 Perspektive“ von Frigga Haug versteht sich als von Frauen für Alle entwickelte Utopie. Ebenso wie die Attac.Bewegung „ArbeitFair Teilen“ betonen beide Ansätze die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung aller Arbeiten und der arbeitsfreien Zeit unter allen Menschen. Dies ist ein Weg, den Konflikt zwischen Unterbeschäftigung und Überarbeitung auf der anderen Seite in eine für alle Menschen befriedigende Beschäftigungssituation aufzulösen.
Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn oder Grundein-kommen können nur kurzfristige Maßnahmen auf dem Weg zu langfristigen Rahmenkonzepten wie die“4 in 1 Perspektive“ sein. Zur Durchsetzung von Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Anspruch auf ein Leben in Würde, gehört ein breites Bündnis aus Politik, Gewerkschaft und Frauenbewegungen.
—
Bitte schon einmal vormerken:
6. Juli 2011, 19.00 Uhr Zeche Carl,
Nieswandtallee 100, 45326 Essen
Stadtentwicklung und Klimawandel – welchen Einfluss hat linke Politik?

ROSALUXEMBURG

